Kochbuch von Anna Matscher: Schnittlauch statt Petersilie

Kochbuch von Anna Matscher: Schnittlauch statt Petersilie

Hat Stärken, nichtsdestotrotz überzeugt nicht ganz.

Südtirol ist ja von München nicht weit und so gesehen ein gerne aufgesuchtes Reiseziel. Eine traumhafte Bergkulisse, reichlich kulturelle Sehenswürdigkeiten, meist gutes Wetter – welches will man mehr. Diesmal führt meine virtuelle Reise zu einer Sterneköchin.

Ursprünglich hat Anna Matscher Masseurin gelernt und unter dieser Arbeit ihren Mann kennengelernt. Mit in die Ehe brachte er ein geerbtes Gaststätte, dies schon Jahre leer stand. Irgendwann hatten sie die Idee, die Wirtschaft wiederzubeleben, und so kam eins zum anderen – und Anna Matscher letztlich zu sternengeschmückten Kochwürden.

Wie Tochter einer vielköpfigen Familie wuchs Anna Matscher (Foto unten) hinauf einem Bergbauernhof hinauf, wurde schon Vormittag in die mühevolle Arbeit eingespannt, und beiläufig später wurde ihr nichts in den Schoß gelegt. Manches ging beiläufig schief und musste dann ohne Rest durch zwei teilbar gerückt werden. „Unser Gaststätte war eine Spaghetti- und Schnitzelbude geworden“, dies gefiel zwar den Leuten im Städtchen, nichtsdestotrotz nicht dieser ambitionierten Köchin. Dann übernahmen Anna, ihre Schwiegermutter und deren Schraubenmutter dies Kommando, setzten hinauf Qualität und erreichten nachher zehn Jahren völlig unerwartet den Stern.

„Schnittlauch statt Petersilie“

Irgendwie ein sonderbarer Titel, unter dem ich mir nichts Rechtes vorstellen konnte. Erläuterung: Anna Matschers Schraubenmutter machte ihre Knödel stets mit Schnittlauch, ihre Schwiegermutter jedoch mit Petersilie. Nun ist lichtvoll, wer sich durchgesetzt hat. Fernerhin andere Kräuter spielen eine große Rolle in ihrer Kochkunst, schließlich offeriert die herrliche Natur ringsum eine reiche Fundus.

Natürlich kommt dies beliebte Spektrum Südtiroler Spezialitäten nicht zu von kurzer Dauer: Speck, Käse, Pilze, Kastanien, Wildtier. Nur beiläufig darüber hinaus hat dies Buch Verschiedenes zu eröffnen, etwa Seefische, vielfältige Sorbets, ja sogar Wasabi und Ingwer finden sich im Register. Dies hätte es zum Besten von mich nicht gebraucht, irgendetwas mehr Bodenständigkeit wäre mir tunlichst gewesen.

Perfektion bedeutet Arbeit

Zugegeben – ich habe ein Problem mit dieser Sternegastronomie. Zwar ist es mir gelungen, beim Kaufen von Lebensmitteln nicht mehr qua Erstes hinauf den Preis zu verfemen, nichtsdestotrotz unter Restaurants überkommt mich maßlos oft eine gewisse Schwellenangst. Nur vielleicht ändert sich dies ja noch, und es gelingt mir, unter dieser Suche nachher kreativen Rezepten nicht nur Kochbücher zu wälzen.

Nur beiläufig dies vorliegende Kochbuch schafft es leider nicht, mich zum Besten von die Sterneküche zu begeistern. Sicher, die Gerichte sind wahrscheinlich allesamt perfekt und schmecken spezifisch vorzüglich, nichtsdestotrotz schon die nüchterne Sprache, die hinauf dies Nötigste reduzierte Darstellung dieser Zubereitung, die, wie ich annehme, im eklatanten Streitfrage zum zu erwartenden Aufwendung steht, schreckt mich ab. Dies erinnert mich an entsprechende Vorbehalt aus dem „Schlemmer“, die irgendwie sich in Form, Sprache und Inhalt sehr ähneln und ersetzbar werden. Den herzlichen Ton vom Nachwort, in dem dieser Werdegang dieser Köchin geschildert wird, habe ich unter den Rezepten leider vermisst.

Bitte schön ohne Schäumchen

Herausgepickt habe ich mir eigentlich traditionell angehauchte Rezepte, die in einer vertretbaren Zeit zu realisieren sind, oder beiläufig nur Teile eines Gerichts, etwa Kartoffelstroh oder Kastanienmousse. Hinaus ebendiese Weise und unter Umgehungsstraße dieser Süppchen und Schäumchen, dem „Zwei- und Dreierlei von …“ und dieser Schokoladensphäre bin ich dann doch fündig und glücklich geworden. Zum Vorbild beim Blutwurstgröstl mit Rüben, Kartoffeln und geröstetem Schwarzbrot, dem Brennnesselflan mit jungem Grünzeug und Pecorino-Fonduta oder dem Saiblingstatar mit Rohnen-Apfel-Salat.

Kurzum: Wer sich zum Besten von Sterneküche nicht nur schaulustig, sondern sie beiläufig am eigenen Küchenherd nachkochen möchte und sich nicht scheut, zu diesem Zweck viel Zeit zu opfern, wird wahrscheinlich viele Anregungen mitnehmen unter dieser Lektüre. Selbst hingegen habe mich schwergewichtig getan, Rezepte zu finden, die meinen Vorstellungen nachkommen.

Leave a Reply

Your email address will not be published