Kochbuch von Gaitri Pagrach-Chandra: Wrapped

Kochbuch von Gaitri Pagrach-Chandra: Wrapped

Ein Kochbuch, dies zufrieden macht.

Wer ohne Rest durch zwei teilbar irgendetwas Essbares zu verkaufen hat, nennt es „Street Food“ – den Rest erledigt dieser Hype. Und es stimmt schon: Ein Hauptanteil dieser Straßenküche schmeckt simpel richtig gut. So gut, dass man sich dies Etikett untergeordnet schenken kann und die Gedöns zu Gunsten von sich sprechen lassen. Wie, dies zeigt Gaitri Pagrach-Chandra.

Es gab eine Zeit, da begann eine Bahnfahrt zu Gunsten von mich beim jeweiligen Absenker eines gelb-grünen Saft-und-Salate-Unternehmens, die man immer noch in vielen deutschen Bahnhöfen findet. Dort erstand ich ein Chicken Tandoori Wrap, dies ich, angekommen an meinem Sitzgelegenheit, vorsichtig auswickelte und langsam, Happen zu Gunsten von Happen, verzehrte. Jener Verbrauch bestand zu Gunsten von mich weniger im höchstens durchschnittlichen Geschmacksrichtung, sondern war vielmehr dem Unannehmlichkeit geschuldet, dass dieses Gericht gehüllt in verknüpfen grünen weichen Fladen gereicht wird. Selbst liebe Fladen(brote) – seitdem… ach, vermutlich von jeher. Dass Gaitri Pagrach-Chandra dieser Liebe mit einem ganzen Buch begegnet… a dream come true.

Genug damit allen Regionen dieser Welt: Teig + Füllung

„wrapped“ heißt die inzwischen fünfte Veröffentlichung dieser gebürtigen Guyanerin zu Gunsten von den Koch- und Backbuchmarkt. Denn genau drum geht es – Eingewickeltes. Ob in Weizen-, Buchweizen-, Mais- oder Reismehlteig, gebacken, geröstet, frittiert oder simpel pur aus dieser Hand: Gaitri trägt Gerichte aus sozusagen allen Regionen dieser Welt zusammen, denn uff die Zusammensetzung aus „Teig“ und „Füllung“ sind offenbar nicht nur gelb-grüne Bahnhofs-Versorger abonniert. Ein guter Teil dieser Sammlung kommt, wie Gaitri selbst, aus Südamerika, zwar mit Frühlings- und Sommerrolle wirft sie verknüpfen Blick nachdem Asien, mit Crêpe und Galette nachdem Französische Republik, mit Falafel und Lahmacun in Richtung Orient.

Die Grundlagen – insgesamt zehn verschiedene Teige und Zubereitungen – stellt sie den eigentlichen Gerichten voraus, die thematisch uff die Kapitel Gerolltes, Gefülltes, Frittiertes, Saucen und Süßes verteilt sind. Vor dem Stichwortverzeichnis am Schluss finden außerdem ausführliche Erläuterungen zu idealer Bewandtnis und möglichen Bezugsquellen dieser verwendeten Zutaten Sitzgelegenheit, ebenso Verweise uff Text und Inspirationsquellen. Einzig dies: sehr, sehr vorbildlich.

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Sympathie und Wärme 

Noch viel bemerkenswerter zwar ist die Gattung, wie Gaitri (sinister ein Foto von ihr) dies die Gesamtheit vorträgt. Die studierte Politologin und Übersetzerin pflegt ihren ganz eigenen, ruhigen und unheimlich sympathischen Ton – etwa, wenn sie erklärt, weshalb dieser Burrito Burrito heißt oder wie man die besten Tortillas bäckt. Genug damit den Erinnerungen und Geschichten, die sie jedem Rezept voranstellt, spricht so viel Patentheit und Herzenswärme, dass man dies Gefühl hat, mit einer sehr lieben Freundin in dieser Kochkunst zu stillstehen. Eine, die man spontan umarmen möchte – simpel, weil sie so ist, wie sie ist.

Die Anleitungen sind in dieser Regel simpel, und wenn es irgendwo doch komplexer wird, beschreibt es Autodidaktin Gaitri flach in Anlehnung an genau. Dass eine Zutat wie geraspelter Käse in Mehr-Komponenten-Rezepten zu Gunsten von besagte Burritos erst in den Zubereitungsschritten auftaucht, kann ich verschmerzen – irgendwo stößt untergeordnet die sorgfältigste Redaktion an ihre Säumen. Immer wieder werden Querverbindungen zwischen den Rezepten hergestellt und die Mengenangaben sind durchweg stimmig – Gedöns, die ich privat viel wichtiger finde.

Dasjenige, welches am Finale uff dem Teller liegt, entspricht dem, welches uff Keiko Oikawas Fotos zu sehen ist – ein weiteres dickes, fettes Plus. Geschmacklich sind die Ergebnisse zwar nicht spektakulär, hierfür rustikal und alltagstauglich. Einzig eine gewisse Fleischlastigkeit mag man bemängeln – die sechs vegetarischen und zwei veganen Rezepte muss man in den herzhaften Kapiteln ein kleinster Teil suchen.

Die Lager zu Gunsten von den Clou

Dass Zutaten wie getrockneter gesalzener Kabeljau in Deutschland nicht ohne Weiteres zugänglich sind, ist einem zu Gunsten von den britischen Markt edierten Kochbuch nicht anzukreiden. Hier wären Hinweise zu Alternativen freilich schön gewesen – zwar dies könnte eine deutsche Übersetzung später holen. Gaitri selbst scheint die prinzipielle Zugänglichkeit nämlich wichtig zu sein, weshalb sie zum Vorbild uff dies in Europa nur schlecht erhältliche „Masa harina“, ein gerade verarbeitetes Maismehl, verzichtet.

Dass mit Ausnahmefall des großartigen Coco Bread viele dieser von mir probierten Brote – namentlich Tortilla und Dosti Roti – ohne Füllung nachdem nicht viel schmecken, merkt Gaitri selbst ungelegen an. Doch genau dies – die Zusammensetzung aus beidem – ist ja dieser Clou des Ganzen!

Ach, Gaitri! Energisch gibt es Autoren, die diesen ganzen Straßenküchenkomplex viel ausgefuchster wirken auf, raffinierter. Doch ich bin mir rundweg sicher, dass es niemand so günstig und seelenvoll tut wie du. Kannst du dich Gesuch tatsächlich von kurzer Dauer in meine Kochkunst stellen, damit ich dich flach umarmen kann? Ja? Dankfest u dus wel!

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