Kochbuch von Josita Hartanto: Vegan schnell schnell

Ein Kochbuch, dies zufrieden macht.

Denn Fleischesser gehört man heute gefühlt sozusagen zu einer aussterbenden Rasse wie seinerzeit ein T-Rex. Vegetarisch oder besser vegan zu essen ist hip, schaut man sich heute die Kochbuchabteilung welcher verbliebenen Buchhandlungen an. Vegan for fun, for youth, to go, tut gut, lecker, regional und wie sie nicht aus heißen.

Josita Hartantos zweites Kochbuch Vegan schnell, schnell sticht zu Händen mich in diesem Fall wohltuend hervor: Ihre Kreationen sind so spannend, liebenswürdig und einladend, dass ich trotz meiner zwei Carnivoren die Herausforderung gerne annahm. Schmeckt vegan zweitrangig herkömmlichen Gaumen, kann ich tradierte Geschmacksgewohnheiten zugunsten einer Tier-lieben Kochstube ändern und ist sie ein Verbrauch?

Welcher Beginn – eine Küchenkatastrophe

Welcher Zustandekommen misslang leider völlig. Nicht nur, dass aufgrund welcher lediglich zu Händen zwei Personen konzipierten Rezepte, welcher Schnippel- und Koch-Kosten vor wenigen Momenten zweigleisig so hoch ist und demnach in einem Vier-Personen-Haushalt dies Nahrung nicht wie versprochen in 30-45 Minuten gen dem Tisch stillstehen kann.

Nein, welcher Spätzleteig funktionierte schlichtweg nicht! Statt Eiern wird dem veganen Teig neben Grieß und Stärkemehl zweitrangig Kichererbsenmehl beigefügt (so viel dazu, dass man keine Spezialzutaten bräuchte …) So weit, so gut. Zwar welcher Teig war viel zu schuldenfrei und konnte unmöglich in jedwede Form von Spätzle geschabt, -presst oder -hobelt werden! Aus diesem Grund anteilmäßig mehr von sämtlichen Mehlsorten beigefügt, solange bis es langsam einem Spätzleteig ähnelte.

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Großartig: Apfel-Gurkensalat, Senf-Gurkenkraut-Sauce & Kartoffelsotto

Leider nicht welcher beste Auftakt, zum Glücksgefühl allerdings die einzige Schwierigkeit, die es zu meistern galt. Im Gegenteil – die Bouletten aus Kidneybohnen und gekochten Kartoffeln hatten so eine perfekte geschmeidige Konsistenz und schmeckten so lecker, dass jene dies Zeug zu einem Klassiker in meiner Kochstube nach sich ziehen.

Zwar Josita (sinister) wäre nicht eine begehrte Vegan-Köche Europas, hätte sie die Fleischpflanzerl nicht noch mit zwei anderen Krachern kombiniert: ein Apfel-Gurkensalat, welcher in einem heißen (!) Würzsud durchzieht und eine so simple wie sensationelle Senf-Gurkenkraut-Sauce. Dasjenige ist genau dies, welches Jositas Kochstube ausmacht: aus alltäglichen Zutaten geniale Kombinationen zaubern.

Ein so virtuell bodenständiges Nahrung wie dies Porree-Kartoffel-Grünzeug (von ihr qua „Kartoffelsotto“ zubereitet) kommt durch gebratenen Brokkoli und eine Romana-Gremolata weitläufig raus. Hierbei ist die Spanne ihrer Rezepte von asiatisch inspiriertem Rettich-Tempeh-Salat oben deutsche Hausmannskost solange bis zum Mittelmeerraum gehörend gegrilltem Romana so monströs, dies passt in keine Schublade. Wunderbar!

Inklusive Emotionicons 🙂

Die 90 Rezepte sind wie in ihrem Vorgängerbuch vegan ingeniös in vier Kapitel gegliedert: Suppen/Vorspeisen, Hauptgerichte, Snacks und kleine Sattmacher sowie Desserts und „anderer Süßkram“. Genauso dies ist typischerweise zu Händen die 1981 geborene Köchin – sie schreibt so jugendlich-frisch und macht ihr eigenes Sache, weil sie es trivial kann.

Da sind Emoticons im Text, sie nennt Sojamilch beim Namen, zweitrangig wenn welcher Gesetzgeber es nicht erlaubt, und verwendet Zucker, weil er ihr schmeckt – überlässt es allerdings jedem seine eigenen Alternativen zu verwenden. Dasjenige ist souverän und hat Stil.

Ganz sie selbst

Denn gelernte Köchin mit eigenem veganen Restaurant im Prenzlberg muss sie nicht krampfartig gut-bös-revolutionär sein oder welche Labels zweitrangig immer andere Kochbuchautoren nötig haben. Warum sie sich diesmal zu Händen dies knallrote Cover in Shorts und Rollschuhen hat ablichten lassen, wissen wohl nur die Verlags- und Verkaufsprofis. Zwar man schaut gerne hin.

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Kniffe fürs schnelle Mogeln

Dasjenige Layout selbst finde ich sehr liebenswürdig: die Rezepte sind lichtvoll strukturiert, die Zutaten übersichtlich in Gruppen daneben angeordnet. Kleine Doodles hier und da und feine farbige Linien, die die Überschriften unterstreichen, lockern dies klare Weiß gefällig gen. Daneben zu allen Rezepten ein ganzseitiges Foto.

Hier war ich mir sehr wohl nicht ganz sicher ob ich den Stil des Fotografen uneingeschränkt schätze. Mal kommt welcher Kürbisgewächs zu rot und die Brokkoli-Röschen zu unqualifiziert (und roh!) rüber, mal erinnert mich die Couscous-Tomate an mein erstes vegetarisches Kochbuch von 1987. Dann allerdings ist dies Arrangement aus grünen Spätzle, Pfifferlingen und roten Zwiebeln so deliziös, dass ich es sofort ausprobieren wollte.

Zu Beginn jedes Kapitels gibt es praktischerweise nochmal ein eigenes Rezeptregister, begleitet von einem schönen Stillleben – sehr gelungen! Dazu eingangs ein paar grundsätzliche Hinweise zu den Grundzutaten im „Hamsterschrank“, zur Ausrüstung und ein paar generelle Kniffe zum „schnell mogeln“ ehe es losgeht.

Zugegeben, überzeugte Veganer werden wir wohl zweitrangig in absehbarer Zeit nicht werden, allerdings Hartantos Rezepte werden weiter willkommen sein. Denn nächstes werde ich die Maroni-Knödel oder den Sesam-Frenchtoast mit Avocado meinen Raptoren auftischen. Ihr Kochbuch inspiriert, lebt Verbrauch und begleitet mit einem sympathischen wie unkomplizierten Tonfall.

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