Kochbuch von Rose Marie Donhauser, Manuela Blisse & Uwe Lehmann: Das isst Berlin

Kochbuch von Rose Marie Donhauser, Manuela Blisse & Uwe Lehmann: Das isst Berlin

Ein Kochbuch, dasjenige zufrieden macht.

Wer immer Hunger hat und stets hungrig gen Neues ist, hat in Spreeathen seine Heimat gefunden. Darüber herrscht breiter Konsens in jener Stadt, man fühlt sich beglückt ob jener reichen Nationalmannschaft – wie Gärtner im Visage ihres heftig sprießenden Gemüsegartens. Im Unterschied dazu welches konkret die Kapitale-Speisekarte eigen bzw. die kulinarische DNA ausmacht, löst hitzige Kontroversen und Erinnerungen aus. Ebenfalls nebst mir.

Wie ich 1996 nachdem Spreeathen kam, bestimmte eine Charakteranlage die Gaststättengewerbe so penetrant, dass jeder Restaurantbesuch dem Exposition im domestizierten tropischer Regenwald gleichkam. Inzwischen ist dies verblüffend abgeschwollen, sodass man weitestgehend schon sentimental werden möchte. Es herrschte weiland die totale Servicewüste. Man durfte zufrieden sein, wenn man wie Gast nicht angemeckert wurde oder einem grenzenlos schlecht gelaunten Kellner ausgesetzt war. Im Unterschied dazu es war was auch immer unglaublich preiswert. Krauts, türkische, thailändische und indische Restaurants zu Gunsten von den kleinen Geldbeutel gab es zuhauf. Dasjenige Anspruchsvolle ächzte dagegen extra den klammen Geldbeutel jener Berliner Ballen.

Jener Auftakt lautet: The Bowl

Dasjenige ist vorbei. Die Länderküche hat sich inzwischen weitestgehend einmal um den Erdkugel gearbeitet, die permanente Qualitätssteigerung ist eine Freude – sogar im Tafelgeschirr. Und die High-End-Restaurants sind voll. Seither Kurzem gehört nun sogar dasjenige Hype-Restaurant zum Portfolio jener Stadt. Hier geht man wie Gast meist nur einmal hin, durchaus neugierig –
und dann schon wieder neben der Spur durch die nächste Neueröffnung, die dasjenige Stadt-Gewispere eigen.

Genau mit diesem frischen Phänomen eröffnen die Autoren dasjenige Kochbuch, sodass gleich lukulent wird: Hier geht es nicht nur um Historisierendes à la Stadtschloss, sondern sogar um Zeitgenössisches. Die ersten Seiten in Besitz sein von dem Restaurant The Bowl aus Friedrichshain, dasjenige sich passenderweise extra einem veganen Supermarkt platziert hat, ungehindert nachdem dem Die-Natur-ist-unser-Pädagoge-Stichwort. Mit grünem Smoothie (Spinat, Avocado, Zitrone, Ingwer, Minze, Datteln, Matcha-Tee) und Breakfast Bowl (jener heiße Scheiß jener Spielzeit) groovt sich jener Leser rezeptemäßig damit süffig ein.

Lokalkolorit & Persönliches

Dasjenige isst Spreeathen ist Teamarbeit. Rose Marie Donhauser (Foto oben sinister) entwarf die Rezepte, Manuela Blisse und Uwe Lehmann verfassten die Reportagetexte – sie sind die inhaltlichen Sparringspartner zur Stadt und füttern den Leser mit Feinheiten zu den Kapiteln und Gerichten. Zum Glück sogar mit Neuem zu Gunsten von Einheimische. Oben den Eberswalder Spritzkuchen bin ich hier erstmals gestolpert, ich nenne den Brandteigkuchen mit Puderzucker immer noch Victoria. Im Unterschied dazu noch interessanter war es, von dem Berliner Ballen Vertuschungsmanöver beim panierten Schnitzel zu Vorlesung halten: Hierfür wurden Kuheuter verwendet.

Die Rezept-Kapitel sind jener Lebenskultur dieser Stadt geschuldet. Sie heißen Wochenendbrunch & Katerfrühstück, Streetfood, Multikulturell an jener Spree (ein modernerer Wort wäre ansprechender gewesen), Mittagessen & Arschloch-Work, Süßes zum Käffchen (mit Kaltem Hund und Werderscher Rote Grütze), Party-Hunger & Mitternachtshappen und Altberliner Klassiker. Den kulinarischen Schwerpunkt zusammenschreiben rustikal die Lokalkolorit-Klassiker, drumherum ranken sich Türkisches und die Best-of jener internationalen Kochstube (von Bulgogi solange bis Chimichurri) sowie aktuelle Trends (Grünkohlchips).

Liebevolle Akzente wie die Rezepte zu Gunsten von Zucchiniblüten aus dem Schrebergarten oder jener Streuselkuchen von Gerlinde fügen eine persönlichen Note hinzu, welches gut zu dieser Stadt passt, in jener ungefragt geduzt wird – vom Berliner Ballen, Türken oder Casual-Prenzlberger. Die Nationalmannschaft offenbart vorwiegend Homecooking-Gemütsart, allerdings es gibt sogar Solitäre gerade heraus aus jener Kochstube jener gehobenen Gaststättengewerbe wie dasjenige Hauptstadtbarsch-Rezept von Florian Glauert (Hotel Ellington), die mehr Leidenschaft verlangen und besondere Zutaten wie violette Kartoffeln & violetter Senf.

Superbenzin Hunger-Nationalmannschaft

Mir hat was auch immer sofort zugesagt, die traditionelle Berliner Ballen Kochstube ganz im besonderen. Denn während man Länderküchen, Trendiges und Spitzenmäßiges praktisch allerorten bekommt, sind die Restaurants, die deutsche Kochstube zeigen, rar bzw. ist optisch nicht so leicht identifizierbar, ob sie nur zu Gunsten von den Schoppen- oder sogar Verbrauch-Leib sorgen, denn dasjenige Interieur ist flächendeckend dunkelbraun-rustikal gehalten. Derbei liebe ich selbige Speisekarten mit Matjes mit Teufelseiern und Gurkensalat, Havelzander mit Dillkartoffeln (gar, hier sind sie rege vertreten – Kartoffeln!) und Schmorgurkengemüse. Dankfest des Buches allerdings habe ich zu Gunsten von dieses Literaturform sogar neue Restauranttipps notiert: Ambrosius, Deichgraf und Metzer Eck.

In jener Kochstube erlebte ich erfreuliche Neuentdeckungen (Lachstatar und Avocado Egg), Solides wie Kreuzköllner Menemen mit Pul Biber, allerdings sogar verschmelzen teuren Reinfall (Gans!). Da jetzt jener Frühling anrollt, sind manche Must-trys notiert wie jener Wildkräutersalat JWD mit Navetten.

Dasjenige isst Spreeathen ist ein gelungenes Kochbuch, dasjenige dasjenige Gestriger Tag und Jetzt dieser großartigen Stadt einfängt und ja, aus meiner Sicht ein schönes Illustration schafft. Die Rezeptauswahl birgt eine angenehme Tonus von Einflüssen, jener Klassiker-Gemütsart ist omnipräsent, sogar länderübergreifend, sodass nicht nur Spreeathen-Sehnsüchtige, sondern sogar Berliner Ballen Hunger bekommen, Neues versiert und dasjenige Buch immer wieder zur Hand nehmen werden.

Wahrnehmen

Wahrnehmen

Wahrnehmen

Wahrnehmen

Leave a Reply

Your email address will not be published